HbA1c: Das „Zuckergedächtnis“ des Blutes
Zur Verlaufkontrolle bei Diabetes mellitus wird der sog. Langzeitblutzuckerwert HbA1c herangezogen. Dieser Wert lässt Rückschlüsse auf die Höhe des Blutzuckerspiegels der vergangenen Wochen zu. Doch was verbirgt sich hinter dieser Abkürzung und was genau wird gemessen?
HbA1c wird in der Fachsprache als Glykohämoglobin bezeichnet. Hämoglobin (Hb) ist der rote Blutfarbstoff in den Erythrozyten (rote Blutkörperchen), an den Sauerstoff zum Transport gebunden wird. An diesen Farbstoff kann durch chemische Reaktionen auch Glukose gebunden werden. Dabei verbinden sich Kohlenhydratgruppen des Zucker z. B. mit Eiweißeinheiten des Hämoglobins. Die Verbindung zwischen Zucker und Hämoglobin bleibt über die restliche Lebenszeit des roten Blutkörperchens bestehen, d. h. maximal 120 Tage.
Bei der Ermittlung des HbA1c-Werts wird gemessen, wie viel Hämoglobin mit Zucker reagiert hat. Ist der Glukosegehalt im Blut lange hoch, ist in den meisten Fällen auch das Verhältnis zwischen Glykohämoglobin und gesamtem Hämoglobin höher als normal. Der HbA1c kann z. B. in Prozent angegeben werden. Normalerweise sollte er zwischen 4 und 6 % liegen. Um Folgeschäden durch einen dauerhaft erhöhten Blutzuckerspiegel nach Möglichkeit zu vermeiden, wird in der Diabetestherapie ein HbA1c von unter 6,5 % angestrebt.
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