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Ratgeber Diabetes mellitus Typ 2

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Typ2 Diabetes
Was ist Diabetes Typ 2?

Bei Diabetes Typ 2 handelt es sich um eine chronische Stoffwechselerkrankung, bei der die Menge an Glukose im Blut deutlich erhöht ist. Der Grund dafür ist das Hormon Insulin, welches dafür verantwortlich ist, dass die Zellen Glukose aufnehmen. Bei Diabetes Typ 2 herrscht eine Insulinresistenz, die im weiteren Verlauf der Krankheit zu einem Insulinmangel werden kann. Aus diesem Grund verbleibt das Glukagon im Blut und hebt den Blutzuckerspiegel der Betroffenen an. Früher wurde diese Form des Diabetes überwiegend bei älteren Menschen festgestellt, mittlerweile sind vermehrt auch jüngere Menschen von der Erkrankung betroffen.

Für Diabetiker spielt der sog. Langzeitblutzuckerwert HbA1c eine zentrale Rolle. Er sollte möglichst unter 6,5 % liegen um Folgeerkrankungen zu vermeiden. HbA1c wird auch als Glykohämoglobin bezeichnet. Es handelt sich dabei um den roten Blutfarbstoff Hämoglobin, an dem sowohl Sauerstoff als auch der Einfachzucker Glukose gebunden werden können. Die Verbindung von Hämoglobin und Glukose ist dann das Glykohämoglobin. Misst man den HbA1c-Wert, lässt sich ermitteln, wie stark das Hämoglobin mit der Glukose reagiert hat. Eine regelmäßige Kontrolle dieses Wertes ist bei Diabetes Typ 2 unerlässlich.

Diabetes Typ 2 entwickelt sich langsam über einen größeren Zeitraum hinweg. Der Grund für die Entstehung von Diabetes Typ 2 ist eine körpereigene Insulinresistenz. Als Folge kommt es zu einer gesteigerten Insulinausschüttung, wodurch der Glukosegehalt im Blut und somit der Blutzuckerspiegel ansteigt. Neben einer erblichen Veranlagung spielen auch die Lebensbedingungen eine Rolle. Eine falsche Ernährung, mangelnde Bewegung oder Stress können die Entstehung von Diabetes Typ 2 fördern. Diese Umstände sind ein möglicher Grund dafür, dass immer häufiger auch junge Menschen an Diabetes Typ 2 erkranken.

Diagnose Diabetes Typ2

Da viele Betroffene am Anfang keine Symptome der Erkrankung zeigen, bleibt der Typ 2-Diabetes in der ersten Zeit meist unentdeckt. Die Diagnose erfolgt oft zufällig bei verschiedenen anderen Untersuchungen. Um eindeutig herauszufinden, ob der Patient an Diabetes Typ 2 erkrankt ist, erfolgt in den meisten Fällen eine Blutuntersuchung. An zwei verschiedenen Tagen wird dann der Glukosegehalt im Blut gemessen. Ist die Diagnose nicht eindeutig, folgt oftmals ein oraler Glukosetoleranztest. Bei diesem Test wird der Blutzuckerwert ermittelt, nachdem der Patient mit Glukose angereicherte Flüssigkeit zu sich genommen hat.

Was ist Diabetes Typ 2?

Diabetiker leiden an einer Störung des Kohlenhydratstoffwechsels, die durch eine dauerhafte Erhöhung des Glukosegehalts im Blut charakterisiert ist. Ursache dafür ist ein absoluter bzw. relativer Mangel an dem Hormon, das für die Regulierung des Blutzuckerspiegels verantwortlich ist. Sein Name – Insulin – leitet sich von den Langerhansschen Inseln ab. Dies sind Zellanhäufungen in der Bauchspeicheldrüse (Pankreas), von denen bei einem Erwachsenen rund eine Million vorhanden sind.

Zu einem großen Teil bestehen die Langerhansschen Inseln aus Betazellen. Dieser Zelltyp kann Insulin herstellen, die Höhe des Blutzuckerspiegels messen und bei Bedarf Insulin an die Blutbahn abgeben (sog. Sekretion). Auch der Gegenspieler des Insulins – das Glukagon – wird in den Langerhansschen Inseln produziert. Es wird jedoch in anderen Zellen, den sog. Alphazellen, gebildet.

Insulin dient den Körperzellen zur Aufnahme von Glukose aus dem Blut. Wirkt Insulin auf die entsprechenden Rezeptoren in der Zellmembran ein, kann die Zelle Glukose aufnehmen. Glukose wird entweder gespeichert oder zur Energiegewinnung genutzt. Beim Typ 2-Diabetes führt eine verminderte Sensibilität der Insulinrezeptoren dazu, dass nicht mehr ausreichend Glukose in die Zellen gelangt. Die Folge dieser sog. Insulinresistenz: Der Blutzuckerspiegel ist dauerhaft erhöht. Häufig ist bei Typ 2-Diabetes zudem die Ausschüttung des Insulins verzögert oder verringert (sog. Insulinsekretionsdefekt).

 

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